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Johannes

The Toy Management House: Leben in einer überdimensionalen Spielzeugkiste

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Legosteine im Bad, Kuscheltiere in der Küche, Spielzeug im Wohnzimmer – herrscht im Kinderzimmer Chaos, weitet sich das Durcheinander gerne auch auf den Rest des Hauses aus. Eine mögliche Lösung: man lässt sich ein Haus bauen, das die Unordnung geschickt versteckt.

Das australische Architekturbüro Austin Maynard hat sich der Herausforderung gestellt und das Domizil einer alleinerziehenden Mutter in eine überdimensionale Spielzeugkiste verwandelt.

Das traditionelle alte Reihenhaus im Melbourner Stil, ein sogenanntes "Weatherboard Terrace", wurde von den Architekten um einen geräumigen Anbau erweitert, der Bestandsbau grundlegend erneuert. Die zwei wichtigsten Grundelemente des Entwurfs: der als "giant toy box" gestaltete Boden im Erdgeschoss und die transparente Rückseite des Hauses, die die Sonneneinstrahlung ins Gebäude abschwächen soll.

"Jeder hätte gerne Stauraum im Überfluss", so die Architekten. "Diese Reihenhäuser sind ungefähr sechs Meter breit. Nach dem Einbau von Wänden, Fluren, Treppen, Heizungen und Regalen haben wir sehr wenig Wohnraum übrig. Wie wäre es also, wenn wir gar keine Wandregäle bräuchten – was, wenn wir den Stauraum einfach in den Boden integrieren würden?"

Nicht nur wertvoller Platz könne so gespart werden – man erleichtere gleichzeitig auch die Beseitigung von Spielzeug-Chaos: "Kinder lieben es, Dinge auf den Boden fallen zu lassen. Die ersten drei Male ist es noch niedlich, die nächsten 200 Male dann ein Albtraum. In diesem Haus machen wir die Schwerkraft zu einem Verbündeten der Eltern – indem wir den Boden das Chaos schlucken lassen." Statt sich permanent bücken zu müssen, können Lego, Bauklötze und Co. einfach mit einem Besen in die integrierten Aufbewahrungsboxen gefegt werden. Durch seine komfortable Höhe von 45 Zentimetern, kann der Einbau außerdem als Sitzgelegenheit und Versteck für die Kinder genutzt werden.

Die Treppenstufen und der Flurboden im Obergeschoss wurden aus perforiertem Metall gestaltet, wirken dadurch offen und luftig. Netter Nebeneffekt: Man kann sich über zwei Geschosse hinweg bequem unterhalten. Die Fassade auf der Rückseite des Hauses besteht aus dem gleichen Material, dämpft das einstrahlende Sonnenlicht angenehm ab – ohne die Räume unnötig abzudunkeln: "Die Fassade wirkt an hellen, warmen Tagen massiv und schützend – an grauen Tagen, bei Dämmerung und am Abend eher wie ein Schleier."

Eine weitere Spezialanfertigung ist die auffällige gelbe Badewanne im Obergeschoss des Hauses: "Niemand putzt gerne das Bad. Eine Wanne in einen so kleinen Raum zu integrieren, sorgt oftmals für fummelige Details an denen sich Dreck, Verschmutzungen und Schimmel breitmachen können. Um das zu vermeiden, haben wir aus Fiberglas eine eigene Wanne gebaut – ohne Nähte oder Fugen."

Insgesamt verfügt das Haus auf rund 154 Quadratmetern Wohnfläche über drei Schlaf- und ein Arbeitszimmer, zwei Bäder und einen offenen Lounge-/Küchen-/Essbereich.

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