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Marike

Jungdesigner: KULØR – Liebe zu Porzellan

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FermLiving, Bloomingville und Co. sind gern gesehene Gäste in deiner Wohnung, du suchst aber nach besonderen Stücken, die nicht jeder Design-Liebhaber auf seinem String-Regal stehen hat? Wir stellen euch tolle Nachwuchsdesignern vor. Heute: Sabrina Kuhn von KULØR.

Leidenschaft für Porzellan

Sabrina Kuhn hat Produktdesign in Karlsruhe und Keramikdesign in Kopenhagen studiert und mit ihrem Label KULØR hat sie sich einen Traum erfüllt. Bereits in ihrer Kindheit entwickelte sie eine Leidenschaft für das Arbeiten mit Porzellan und Keramik. „Mal abgesehen von den typischen Modellierarbeiten, die man in der Grundschulzeit anfertigt, habe ich früh begonnen, mit Mosaiken zu experimentieren. Inspiriert von den Arbeiten von Kaffe Fassett habe ich auf Flohmärkten altes Geschirr gesammelt, es zerschlagen und wieder neu zu Mosaiken auf Möbeln zusammengesetzt“, erzählt Sabrina.

Im ersten Semester ihres Produktdesign-Studiums fertigte sie dann erste eigene Stücke aus Porzellan: Ein Frühstücksservice, bestehend aus Kaffeebecher, Teller und Müslischale. „Keramik und Porzellan haben mich von Anfang an fasziniert und als ich dann die Möglichkeit hatte, auch Dinge daraus zu formen, war die Leidenschaft entfacht. Das Material, seine Eigenschaften und das, was das handgefertigte Stück aussagt, begeistern mich: Man verbindet ein Erlebnis, eine schöne Erinnerung und etwas Persönliches mit den Produkten. Ihre Geschichte, die Person, die sie gefertigt hat oder den Tag, an dem man sie gekauft hat. Das ist für mich sehr wichtig.“

Hinzu kommt Sabrinas Leidenschaft für das Kochen: „Selbst nach einem langen Arbeitstag stelle ich mich gerne in die Küche und bereite etwas Leckeres zu. Und zu gutem Essen gehört für mich auch schönes Geschirr. Es hat mir schon in der Schulzeit gefallen, meine Gerichte auf schönen Tellern vom Flohmarkt zu präsentieren und so fing ich recht schnell an, mich für Geschirr zu begeistern.“

Inspirationsquellen

„Ich gehe ganz unterschiedlich an neue Produkte oder Projekte heran. In der Regel fertige ich ein Objekt, das ich selber gerne besitzen würde. Dann fange ich mit Skizzen, kleinen Modellen aus Ton oder Gips an, teste Größen, Formen und Farben, bis ich schließlich weiß, wie das Produkt genau aussehen soll“, beschreibt Sabrina ihren Schaffungsprozess.

Auch in der Natur oder Architektur und in alten Objekten findet Sabrina Inspirationsquellen. „Oft aber beginnt ein Projekt mit dem Material. Ich experimentiere viel mit Glasuren, Farben, Ton und so weiter. Das Experimentieren zu Beginn eines neuen Produktes ist für mich das Wichtigste. Im Moment arbeite ich sehr viel an der Töpferscheibe. Meine KULØR-Produkte sind bislang alle aus Gießkeramik hergestellt. Sobald neue Produkte und Projekte folgen, werden diese unter anderem auch auf der Töpferscheibe entstanden sein.“

Skandinavische Einflüsse

Bereits der Name lässt einen nordischen Bezug erahnen: KULØR ist dänisch, bedeutet "Farbe" und steht für klare Formen und minimalistisches Design, bei dem klassisches Handwerk mit neuen Ideen vereint wird.

Durch das Zusammenspiel von Farben, besonderen Materialien und schlichten Formen entstehen Produkte, die das Zuhause verschönern. „Ich möchte Lieblingsstücke erschaffen. Produkte die man wertschätzt, gerne und oft verwendet und mit denen man eine Geschichte verbindet. Mir ist wichtig, dass das Handgefertigte erkannt und geliebt wird und eine persönliche Beziehung dazu entsteht. Mein Porzellan soll lange und gerne verwendet werden!,“ verrät Sabrina ihre Mission.

Die typischen skandinavischen Design-Elemente der KULØR-Produkte (klare Formen, unaufgeregte Farben und Liebe zum Detail), sind auf Sabrinas Studienzeit in Kopenhagen zurückzuführen. „Das war eine ganz wunderbare Zeit. Sowohl die Stadt, als auch das Studium und die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, waren sehr inspirierend. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, dort zu leben. Ganz besonders hat mir die Einstellung zum Leben, ganz speziell zum Thema Genießen gefallen. Man findet überall kleine, besondere Cafés, Restaurants und nette Lädchen, die alle ganz individuell und gemütlich sind. Auch die Nähe zum Meer und die Natur habe ich dort lieben gelernt. Nun zieht es meinen Freund und mich zurück in den Norden.“

Ihr liebevoll eingerichtetes Laden-Atelier in Karlsruhe wird Sabrina deshalb auflösen – und auch mit KULØR geht es erst mal nicht weiter. Doch wer sich – wie wir – in das Label schockverliebt hat und sich nun fragt, wie er die Produkte ergattern kann, der kann jedoch beruhigt sein: „Sobald ich in der neuen Stadt angekommen bin und mich eingelebt habe, werde ich mir natürlich wieder ein Atelier suchen. Mit der Keramik geht es definitiv weiter! Ohne dieses wunderbare Handwerk geht es nämlich für mich nicht!“

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