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Marie

Kinderzimmer aufräumen leicht gemacht!

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Im Zusammenleben mit Kindern ist ein gewisses Durcheinander unvermeidlich. Doch mit dem richtigen Ansatz und ein paar simplen Regeln können Eltern für mehr Struktur im Haushalt mit Kindern sorgen.

Konzentriert auf das Kinderzimmer, wären herumliegende Actionfiguren, Wachsmalstifte und Kuscheltiere ja noch verträglich – da das Chaos aber schnell die ganze Wohnung beherrscht, ist Familienkrach vorprogrammiert. Anett Heim, Meike Suhre und Tanja Priefling sind Teil des Teams von OrdnungsService.com und geben Tipps, wie man Kinder für das Thema Ordnung sensibilisieren kann:

Annet Heim: Gemeinsam aussortieren

"Wie auch bei uns Erwachsenen sollten wir hierfür eine feste Zeit einplanen und das Kind motivieren: "Wir misten jetzt 15 Minuten aus, und dann lesen wir ein Buch." Ein Karton und ein Mülleimer kommen in Reichweite, der Timer wird gestellt - am besten eine Küchenuhr, die das Kind auch sieht. Die Aufräumzeit sollte maximal 15 Minuten, besser nur fünf bis zehn Minuten betragen. Es gibt zwei Möglichkeiten, zu sortieren – entweder alle Dinge einer Kategorie (z. B. alle Barbie-Puppen auf einen Platz) oder aber nach Ort (z. B. der Kleiderschrank wird komplett ausgeräumt und gesäubert). Dann wird ein Foto von allen Sachen gemacht. Anschließend hält die Mama jeden Gegenstand hoch und entscheidet zusammen mit dem Nachwuchs über die Verwendung: Bleibt er im Hause, wandert er in den Müll oder geht er eventuell an ein anderes Kind, das nicht so viele Spielsachen hat? Dies wird dann in eine schöne Kiste gelegt. Wenn der Wecker klingelt, wird gelobt! Mama entfernt die Kiste mit den Dingen, die zu verschenken sind sowie die Dinge, die in den Müll gehören. Und anschließend wird dann zur Belohnung vorgelesen."

„Klar-Schiff-Machen“ von Räumen

"Man fängt mit dem Boden an und geht dann zu den sichtbaren Flächen über. Die Mama muss dabei bleiben und unterstützen. Fängt das Kind zwischendurch zu spielen an, erinnert die Mama ans Aufräumen, indem sie die Hand auf das Spielzeug legt und zum Beispiel sagt: "Die Zeit läuft, lass uns weitermachen, damit wir gleich das Buch anschauen können." Wenn der Boden aufgeräumt ist, kann man sich hinlegen und die freie Fläche genießen oder tanzen. Wichtig ist, dass es mit etwas Positivem verbunden wird. Meine Kundinnen berichten, dass die Kinder sehr fröhlich waren, wenn die freie Fläche so gefeiert wurde. Wenn der Boden noch nicht ganz ordentlich ist, wenn der Wecker klingelt, lassen wir es so liegen. Ja nicht weitermachen!"

Meike Suhre: Tipps für Eltern von Babys

"Das Spielzeug darf tagsüber gern in der Wohnung verstreut liegen, abends sollte es wieder an einen festen Platz gebracht werden."

Für Kleinkinder

"Rituale erleichtern den Alltag. Am besten jeden Abend vor dem Schlafengehen mit dem Kind zusammen aufräumen. Große Bauten dürfen stehen bleiben, der Rest wandert an seinen Platz. Gerade in diesem Alter haben die Eltern noch Einflussmöglichkeit auf den Zustrom an Spielzeug. Weniger ist mehr, ist hier die Maxime!"

Für Jugendliche

Mindeststandards vereinbaren – wie z. B. keine faulen Lebensmittel liegen lassen. Hinter der Tür dürfen die Jugendlichen „hausen“, wie sie wollen – der Rest der Wohnung darf aber nicht betroffen sein. Eltern sollten nicht beim Suchen helfen, wenn Dinge verschwunden sind. Der Sprössling ist selbst verantwortlich, schließlich möchte er ja auch nicht, dass Mama beim Aufräumen das Zimmer durchwühlt.

Tanja Priefling: Selbst Gebasteltes schön und platzsparend aufbewahren

"Viele Kinder im Kindergartenalter basteln gerne und entsprechend viel. Nur wie können die „Schätze“ platzsparend und dennoch schön aufbewahrt werden? Wie wäre es mit einer „Vorhangstange“, an denen all die bunten Dinge ihren Platz finden? Befestigen Sie dazu einfach ein Stahlseil an der Wand, am besten knapp unter der Zimmerdecke und über die gesamte Breite des Kinderzimmers, und befestigen viele kleine Clips daran. An jeden einzelnen kann man nun etwas Selbstgebasteltes hängen. Beim Aufräumen des Kinderzimmers legt man alle Dinge, die in ein anderes Zimmer gehören, vor die Zimmertür und räumt diese erst danach auf. Man hat so schneller einen Überblick, was im Kinderzimmer noch bleibt und muss nicht ständig durch die Wohnung laufen. Ich habe an unserem Treppenaufgang für jedes Kind eine schöne Tüte aufgehängt. Wenn ich die Wohnung aufräume und noch kleine Dinge finde, stecke ich sie in die jeweilige Tüte. Wann die Kinder die Tüten leeren, ist egal. Ein toller Nebeneffekt – neben der Klarheit – ist, dass sich die Kinder freuen, manchmal „Vergessenes“ wiederzufinden.

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